Doppelte Staatsbürgerschaft in Wahlzeiten

Doppelte Staatsangehörigkeit gibt es. Nur…

Es ist wie mit jedem Thema. Wir nehmen die Aufhängerüberschrift und nehmen uns sofort das Recht in dem Thema überkompetent zu sein.

Eins dieser Themen ist die Diskussion zur doppelten Staatsbürgerschaft, wobei es keine Diskussion gibt, es gibt nur Befürworter im Monolog.
Noch im August 2013, also vor den Wahlen, machte sich Martin Neumeier (CSU), auf den Weg, und warb bei den Optionspflichtigen für den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft.
Optionspflichtige sind in Deutschland geborene, nicht volljährige Menschen, die auch die Staatsangehörigkeit ihrer Eltern besitzen – die selbst nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Wenn sie volljährig sind, bekommen sie den Bescheid, dass sie sich jetzt für eine der Staatsangehörigkeiten entscheiden müssen. Dies sollte dann in den nächsten 5 bis 8 Jahren geschehen.

Sie sollen sich jetzt entscheiden. Wogegen und wofür entscheiden?

Entweder sie entscheiden sich für die deutsche Staatsangehörigkeit, weil sie ja hier aufgewachsen sind und die deutsche Sprache beherrschen.
Gleichzeitg entscheiden sie sich damit gegen die Staatsangehörigkeit ihrer Eltern. Gegen die Staatsangehörigkeit derer, die, die sie aufzogen. Ihnen immer was zu essen und anziehen gaben. Gegen Jene, die einem jeden Fehler verziehen haben.
Oder, sie entscheiden sich für die Staatsangehörigkeit der Eltern, was auch nachvollziebar ist. Damit entscheiden sie sich aber gegen die deutsche Staatsangehörigkeit, gegen ihre Kultur, gegen ihre Hauptsprache, gegen ihre Freunde, gegen die Möglichkeit zu wählen.

Gibt eine richtige oder falsche Entscheidung? Wie würdet ihr euch entscheiden?
Diese Entscheidung werden diese junge Menschen ihr Leben lang mit sich tragen.
Viele haben eine Entscheidung spätestens nach den NSU-Morden und der nicht gewollten Aufklärung bereut. Eins wird dabei bewusst verschwiegen und nicht erwähnt, auch nicht von Neumeier. Er lenkt davon bewusst gekonnt ab:

Es gibt die doppelte Staatsbürgerschaft

Diese gilt aber nur für EU-Bürger und einige ausgesuchte Länder.
Jedoch nicht für Mitbürger aus Bosnien, Ägypten, Armenien oder auch der Türkei. Ebenso nicht für BürgerInnen, die in 2., 3. oder 4. Generation hier bei uns leben und mit in diesen Staat investiert haben und ihn aufgebaut haben.

Wenn das nicht Ausgrenzung und Diskriminierung ist, was ist es dann?

Keiner hat damit ein Problem, wenn es eine Regelung für Alle gäbe. Mit zweierlei Maßstäben zu messen erinnert mich an einiges, auch aus der Vergangenheit. Ist das Integration?

Es sind wieder Wahlen in Bayern, diesmal die Kommunalwahlen. Diesmal wirbt eine Partei noch dreister als sonst. Sie wirbt mit ihrem Einsatz für die doppelte Staatsbürgerschaft.
Einmal kurz raten und schon wissen wir, dass es sich um die SPD handelt.

War da nicht etwas in der jüngeren Geschichte ?
Richtig – anno 1998 – da war eben diese SPD zusammen mit den Grünen an der Regierung in Deutschland und das bis in den Herbst 2005.
Bis zum Jahr 2000 gab es die doppelte Staatsbürgerschaft für alle. Erst jene
Parteien, SPD und GRÜNE, die nun mit der doppelten Staatsbürgerschaft werben, haben diese für weite Teile der Menschen abgeschafft.

Daher sind die Migranten aus EU-Ländern ob mit oder ohne deutschem Pass gewarnt.
Ihr schneidet euch ins eigene Fleisch, wenn ihr diese Parteien weiterhin wählt.

Eure Meinung könnt ihr wunderbar bei den kommenden Kommunalwahlen in Bayern zeigen.
Als EU-Ausländer seid ihr bei den kommenden Wahlen wahlberechtigt.

Hinweis: Dieser Kommentar wurde von Ali Yalpi geschrieben und stellt nicht notwendigerweise die Meinung des ganzen Landesverbandes dar. Alle Mitglieder können Kommentare über das entsprechende Formular bei der SG Digitale Medien einreichen.


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Ali Yalpi war stellvertretender Vorsitzender im KV München und kandidierte bei den Kommunalwahlen 2014 für den Stadtrat.

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