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Die Schrille Minderheit!

Eine ganz normale Familie.
Eine ganz normale Familie.

Die Union als Volkspartei hat die Aufgabe, der stillen Mehrheit eine Stimme zu geben gegen eine schrille Minderheit.

Das sagt Alexander Dobrindt, der Generalsekretär der CSU. Was er damit meint? Höchstwahrscheinlich diese nervenden, lauten, abnormalen Homosexuellen, die sich doch ernsthaft erdreisten, gleiche Rechte einzufordern und endlich nicht mehr aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert zu werden möchten.

Und er meint uns alle, die wir die Emanzipationsbestrebungen Homosexueller mittragen wollen. Immerhin 74 % der Deutschen und 64% der Unionswähler wollen, dass Schluss ist mit der Abwertung von Liebe, nur weil sie das gleiche Geschlecht trifft.

Der CSU-Holzhammer aus dem letzten Jahrtausend interpretiert diese Zahlen folgendermaßen:

Konservativ modern sein heißt unbequem modern sein, weil man nicht nach dem Rhythmus des Zeitgeistes tanzt. Die Menschen wollen keine Veränderung der Gesellschaft, in der Ehe und Familie nicht die Normalität sind.

Liebe CSU: Doch, die Menschen wollen das. Es ist längst Lebensrealität der meisten Menschen in diesem Land, weswegen wir dringend eine Wertedebatte über den Ehe- und Familienbegriff benötigen, aus der wir dann auch gesetzgeberische Konsequenzen ziehen müssen.

Diese Gesellschaft ist so weit, die Fesseln der Wertebilder der Vergangenheit zu sprengen, die streng geprägten Geschlechterrollenbilder und das Korsett vorgegebener Lebensmodelle für alle aufzulösen. Für mehr Individualismus. Für mehr Gerechtigkeit. Für die Freiheit aller.

Hochachtungsvoll

Ein Zeitgeistgetriebener in der Gegenwart Lebender.

Symbolbild: JJCC-BY-NC

Hinweis: Dieser Kommentar wurde von Benjamin Stöcker geschrieben und stellt nicht notwendigerweise die Meinung des ganzen Landesverbandes dar. Alle Mitglieder können Kommentare über das entsprechende Formular bei der SG Digitale Medien einreichen.

4 Kommentare zu “Die Schrille Minderheit!

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