Pressemitteilung

Zur Entscheidung in Fall „Heroin Kids“

Wie uns die Künstler informierten, hat die Richterin beschlossen, das von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) angestrebte Verfahren einzustellen. Die BLM habe Behauptungen aufgestellt, ohne ein Gutachten vorlegen zu können. Zudem stellte das Gericht die Möglichkeit einer Entwicklungsbeeinträchtigung (ein Behauptung der BLM) überhaupt in Frage.

»Wir freuen uns, dass die Richterin mehr Verstand für die Kunst und deren Freiheit gezeigt hat als die Zensoren der BLM« stellt Aleks A.-Lessmann, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei fest »Erneut erweist sich der sogenannte Jugendschutz als ein Mittel der Zensur wild galoppierender Moralapostel, wie es sich schon beim Jugendmedienschutzstaatsvertrag zeigte, den manche wiederbeleben wollen.«

Die Heroin Kids Künstlerin Corinna Engel dazu: »Die Richterin unterbrach letzten Mittwoch die Verhandlung, um ihre Kenntnisse weiter zu vertiefen. Es freut uns, dass Sie genau das getan hat. Ein Urteil gegen uns wäre ein Schlag ins Gesicht aller Künstler gewesen, die von den willkürlichen Sanktionen der BLM betroffen sind.«

Zum Fall "Heroin Kids":
Zwei Jahre arbeiteten Corinna Engel und Christian Kaiser aus dem bayrischen Kirchseeon am Projekt HEROIN KIDS. Sie setzten professionelle Models, aber auch Protagonisten aus dem einschlägigen Milieu, in Szene und schafften so Bilder, die auf beeindruckende
Weise junge, drogenabhängige Menschen im Stadium des Zerfalls zeigen.

Die BLM warf den Künstlern, die durch den Düsseldorfer Medienanwalt Dr. Daniel Kötz vertreten werden, jedoch vor, auf ihrer Internetseite „entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte“ öffentlich zu machen, die „sozialethisch desorientierend“ seien und verhängte ein Bußgeld. Die Künstler wehrten sich erfolgreich gegen diese Zensurmaßnahmen.

2 Kommentare zu “Zur Entscheidung in Fall „Heroin Kids“

  1. Also ich finde schon das es die Aufgabe der Staatsmacht ist Inhalte im Internet zu verhindern die der Entwicklung der Jungen Menschen zu moralisch wertvollen Staatsbürgern im Wege stehen.

    Wenn solche Sachen frei verbreitet werden dann kann das durchaus zur Folge haben das der Drogenkonsum verharmlost wird und das wäre in der Tat fatal. Deshalb erachte ich es als äußerst wichtig an das der Jugendschutz die Möglichkeit hat solche Inhalte zu sperren um unsere lieben Kinder zu schützen.

    Unsere heutige Gerichtsbarkeit ist da einfach viel zu verweichlicht um mal richtig durchzugreifen. Das finde ich sehr schade, gerade im Internet wo doch jeder Unrat wie Raubkopien, Plagiate kopierte Texte aus Zeitungen usw mehr oder weniger ungestraft verbreitet werden können. Hier muss die Staatsmacht endlich Recht und Ordnung schaffen ansonsten wird das Gesetz das Frieden und Wohlstand schafft zunehmend untergraben und destabilisiert, das darf nicht sein !

  2. bitte nicht füttern!

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