GEMA killt Publikumsliebing: „Space Night“ vor dem Aus

Die „Space Night“, dieser beliebte und überaus geschätzte Teil des öffentlich-rechtlichen Nachtfernsehens, steht vor dem Aus. Die GEMA möchte, wie es auf Heise Online heisst, mehr Geld vom Bayerischen Rundfunk für dieses Format. Es handelt sich hierbei um eine Forderung im Rahmen der Tarifreform von 6% der Einnahmen, rückwirkend seit 2009.

Dazu äußert sich Tina Lorenz, kulturpolitische Sprecherin der Piratenpartei Bayern: 

Die Space Night begeistert seit Jahren Nachtschwärmer, Nerds und Weltraumfans. Dieses Kleinod des öffentlich-rechtlichen Fernsehens jetzt aufgrund von überzogenen GEMA-Forderungen zu verlieren, schmerzt uns sehr. Wenn erfolgreiche Formate deshalb eingestampft werden müssen, ist die gesamte Tarifreform wohl als gescheitert zu betrachten. Wir hoffen, dass der Bayerische Rundfunk sein erfolgreiches Format trotzdem weiterführen kann. Der Umstieg auf Creative Commons-Lizenzen als alternatives Lizenzierungsmodell wäre hier nur konsequent und progressiv.

Die Space Night wird seit 1994 ausgestrahlt, sie ist seitdem zu einem festen Bestandteil der Fernsehkultur unserer Zeit geworden.

Weiterführende Informationen:

Dies ist eine Pressemitteilung des Landesverbandes Bayern. Bei Rückfragen gibt der Pressesprecher des Landesverbandes gerne Auskunft.


Kommentare

12 Kommentare zu GEMA killt Publikumsliebing: „Space Night“ vor dem Aus

  1. Astrid schrieb am

    Na und? Die einen Abzocker können sich das Geld doch von den anderen Abzockern einfach wieder zurückholen – via GEZ-Gebühr.

    • Peppermint schrieb am

      Hähh? Von den „anderen“ Abzockern?

      Falls es dir entgangen ist, liebe Astrid – die GEZ Gebühren zahlt das Volk – und wie soll sich die GEMA das Geld von der GEZ holen? Irgendwie hast du scheinbar das gesamte Konstrukt dieser Gebühreneintreiber nicht ganz verstanden.

  2. ernibert schrieb am

    Wär halt schon interessant, in wieweit das Kartellamt nicht langsam mal aktiv werden müsste und diesen Blut-…äh Geldsaugern die Schranken aufzeigt.

  3. Christoph schrieb am

    Da haben Piratenpartei, +heise online, +SPIEGEL ONLINE uvam. mal wieder nicht recherchiert.
    Der Tarif S-VR/Fs sieht bei einer Sendung mit 100% Musik eine Pauschale von 6% der „Einnahmen“ vor. Vorher waren es 5,63%, die Erhöhung sind also gerade mal 0,37 Prozentpunkte. Das soll laut Bayrischem Rundfunk nun Mehrkosten „im niedrigen siebenstelligen Betrag“ verursachen, also mindestens 1 Mio. EUR. Wenn 1 Mio. EUR 0,37% entspricht, wären 100% mehr als 270 Mio EUR. 270 EUR nur für GEMA-Gebühren bei Space Night? Spätestens hier sollte jemandem auffallen, dass das wohl kaum stimmen kann.
    Im Netz gibt es mittlerweile viele Theorien, warum die Sendung abgesetzt wurde. Was stimmt, wissen wir nicht, wohl aber dass eine Gebührenerhöhung von 0,37 Prozentpunkten wohl kaum der Grund sein kann.

    • Mr. llort schrieb am

      Les dir mal ganz genau durch was dort steht. 6% der Einnahmen, rückwirkend seit 2009. RÜCK WIRKEND.

      • Christoph schrieb am

        Das hab ich gelesen, aber das ändert nichts. Erstens behauptet der BR, die Mehrkosten von mind. 1 Mio. EUR würden jährlich anfallen. Und zweitens wären es selbst bei rückwirkender Zahlung für 3 Jahre immer noch 90 Mio EUR/Jahr an GEMA-Abgaben – auch das ist unmöglich, da der BR nur ca. 130 EUR/Jahr an abgabepflichtigen Einnahmen (also nicht aus GEZ-Beiträgen) hat.

  4. Riccardo Stüber schrieb am

    Es heißt doch immer, eine Krähe würde der anderen kein Auge aushacken. Mitnichten! Hier schon – GEMA vs (GEZ)-Sender 😉
    Beiden Vereinen sollte das Handwerk gelegt bzw. ein deutlicher Teil der Macht genommen werden.

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Foto von Tina Lorenz
Tina Lorenz ist Theaterwissenschaftlerin, Mitautorin des Positionspapiers zur Kulturpolitik der bayerischen Piraten und seit 2012 Kulturbeauftragte der Piratenpartei Bayern.

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