Bayern Politik Pressemitteilung

Stammstrecke München: Staatsregierung verrechnet sich schon vor Baubeginn

In der gestrigen Landtagsdebatte hat Wirtschaftsminister Zeil den Bau der zweiten Stammstrecke zu einer Frage der höherer Arithmetik erklärt. Zeil behauptete, dass bis 2020 die Züge durch den zweiten Stammstreckentunnel in München fahren würden – und sprach dabei sogar von den „Gesetzen der Logik“.

Hierzu muss der Bau des Tunnels jedoch weit schneller abgeschlossen werden, als das Planfeststellungsverfahren dies vorsieht. Dieses legt eine Bauzeit von 7 Jahren fest. [1] Durch den Baubeginn 2014/2015 wäre dies 2021/2022. Damit wäre die Ankündigung der Staatsregierung logischerweise nicht zu verwirklichen.

Roland ‚ValiDOM‘ Jungnickel, Stimmkreiskandidat der Piraten in Giesing sagt dazu:

Herr Zeil ist ja nichtmal der einfachen Arithmetik fähig, wie will er denn so ein Riesen Projekt voranbringen? Das klingt mir sehr nach den Fähigkeiten der Berliner Regierung rund um deren Flughafen!

[1] Dokument: 2. S-Bahn-Stammstrecke München; Planfeststellung PFA1; Erläuterungsbericht; Anlage 1A B; Teil B Abschnittsbezogener Teil; Seite 213 von 327; Punkt 3.2 Baukonzept und Bauablauf (Fotografie):

3.2 Baukonzept und Bauablauf
Für die Bauzeit bis zur Inbetriebnahme der 2. S-Bahn-Stammstrecke sind nach derzeitigem Terminplan ca. 5 7 Jahre vorgesehen. Die Arbeiten zur Erstellung der unterirdischen Verkehrsstationen in Verbindung mit den Tunnelbauarbeiten stellen dabei den die Baumaßnahme maßgeblich prägenden Anteil dar, der zahlreiche Schnittstellen mit der Erstellung der übrigen Anlagenteile aufweist.

Erklärungen:
Durchgestrichen = Frühere Tektur
Kursiv = Ergänzungen & Änderungen diese Tektur, im Originaldokument Grüne Schrift

Dies ist eine Pressemitteilung des Landesverbandes Bayern. Bei Rückfragen gibt der Pressesprecher des Landesverbandes gerne Auskunft.

5 Kommentare zu “Stammstrecke München: Staatsregierung verrechnet sich schon vor Baubeginn

  1. Kopfschüttler

    Ja, wenn 5 Jahre gestrichen und daraus 7 Jahre gemacht wurden, kann man doch mal was verwechseln. Langsam wirds nervig. Ihr selbst redet davon, dass Politiker auch nur Menschen und nicht perfekt sind, aber selbst nehmt ihr es ganz genau. Entweder werdet ihr auch von 0 auf 100 Perfekt oder erspart euch die Veröffentlichung solcher Schriften. Das wirft nämlich kein gutes Licht auf euch, wenn aus euren Reihen ständig nur gehässiger Mist zu lesen ist. Dieser schreckt nicht nur normal denkende Menschen ab sondern auch die, die mit euch in Eiseskälte auf die Straße gingen (zu denen ich auch zähle). Wenn ihr so weiter macht habt ihr bald gar kein Gefolg mehr.

    Fehlt nur noch, dass ihr ein Buch „mein (binärer) Kampf“ raus bringt. Wenn ich solche Nachrichten wie da oben lese, traue ich euch dies auch allmälich zu.

    In diesem Sinne

    Gute Besserung!

    • Hallo Kopfschüttler,

      Gehässiger Mist? Mal die Landtagsdebatte dazu verfolgt? Wenn da jemand gehässig war, dann Zeil, der groß über die Gesetze der Logik und so weiter lamentierte. Den Grünen hat er vorgeworfen, die alten Unterlagen jetzt bitte doch mal im Schrank stehen zu lassen und dass sie (die Grünen) den neuen aktuellen Planungsstand nicht kennen würden.

      Hier ist der aktuelle Planungsstand, eine Inbetriebnahme ist nach diesem 2020 nicht möglich.

      Oppositionsarbeit bedeutet, die Regierung unablässig zu verbessern. Und nachdem keiner eine Regierungsbeteiligung anstrebt, machen wir hier die Arbeit, die man auch später von uns im Landtag erwarten kann: Oppositionsarbeit.

      Grüße
      Andreas

  2. Hallo Validom,
    Sehr geehrter Herr Andreas Witte,

    ich würde gerne wissen welches Unternehmen die Stammstrecke bauen soll und wo dieses Unternehmen die letzten Projekte (pünktlich?) abgeschlossen hat.

    Mfg

    Lars!

    • Vor dem Bau liegt liegt die Planungphase, in der wir uns gerade befinden. Sind alle Pläne genehmigt und alle Klagen gegen die Pläne erledigt, können die einzelnen oder viele Bauleistungen gemeinsam ausgeschrieben werden.

      Es wird also noch etwas dauern, bis man weiß, wer bauen darf.
      Aber so wie Vergaben von Infrastrukturprojekten laufen, wird es einer der großen bekannten Baugiganten zusammen mit den einschlägig bekannten Zulieferern im bergmännischen Tunnelbau.

  3. Ich denke, dass es bei den Piraten nicht Beschlusslage ist, diesem Wahnsinnsprojekt zuzustimmen. Da blutet wieder ganz Bayern für München. Die verfehlte Strukturpolitik der CSU wird so nur gefestigt.
    Sinnvoll wäre ein Volksbegehren gegen die 2. Stammstrecke!

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