Pressemitteilung

Rücktritt des KV-Vorsitzenden der Piratenpartei Freising

Pressemitteilung der Piratenpartei Bayern
Valentin Seipt ist gestern in einer Sondersitzung des Vorstands des Kreisverbands Freising von seinem Amt zurückgetreten. Damit reagierte er auf die Veröffentlichung seiner früheren Mitgliedschaft bei der NPD. „Ich möchte mit diesem Schritt Schaden von der Piratenpartei abwenden, deren Ziele und Werte mir wirklich am Herzen liegen.“, so Seipt in seiner Stellungnahme.
Weiter erklärte er: „Meine Mitgliedschaft bei der NPD war ein Fehltritt und das dort gelebte Gedankengut entsprach niemals meinen politischen Überzeugungen. Meine Distanz zur NPD kann man daran erkennen, dass mich der ehemalige NPD KV-Vorsitzende angreift, indem er meine Vergangenheit bloßstellt.“

16 Kommentare zu “Rücktritt des KV-Vorsitzenden der Piratenpartei Freising

  1. und tschuess.
    ab ueber die klippe?
    nazi.

  2. Ich hatte bei einem Auftrag in der Pfalz Kontakt zur NPD & Rep.
    Mir war das absolut unangenehm, und die Leute waren auch nicht gerade die, die ich zu einer Grillparty einladen würde. ABER:
    Warum werden Millionen in Aussteigerprogramme gesteckt, wenn danach die Leute wieder in ihrer neuen Heimat rausgeworfen werden?
    Klar sind Leute mit einem Geschmäckle nicht so toll, aber warum können sich die Etablierten alles erlauben und bei den newcommern genügt ein Vwerdacht oder eine harmlose ‚Jugendsünde‘ um einen politisch zu ermorden?
    Dies nur so generel.

    • Jörg Finke

      Ich nehme es schon als Unterschied wahr, ob jemand „rausgeworfen“ wird oder selbst entscheidet, dass er mit einer bestimmten persönlichen Historie lieber nicht als Stellvertreter und Funktionsträger einer politischen Partei fungieren möchte.
      Niemand hat jemanden „rausgeworfen“ und das – da stimme ich Dir auch zu – wäre auch falsch. Valentins selbst getroffene Entscheidung, nicht als Vorsitzender eines KV von der Blut/Lügen/Tränen-Presse zerrissen werden zu wollen und zudem auch noch der Partei damit zu schaden, ist zu respektieren. Auch wenn man sich fragen kann, was er denn wohl erwartet haben mag, als es sich zum Kreisvorsitzenden wählen ließ.

  3. Schade, denn eigentlich hat ja jeder eine zweite Chance verdient und da er ja Vorsitzender des Kreisverbandes gewesen ist, wird er wohl einiges für die Piratenpartei und damit in „gute“ Politik investiert haben. Dass Medien und Parteien, die der PP nicht wohlgesonnen sind, seine Vergangenheit ausnutzen würden, um der PP zu schaden, ist leider Tatsache. Insofern danke für den Schritt.

  4. Das stimmt nicht so ganz, siehe zu Guttenberg.
    Finde es richtig, dass er zurück getreten ist, auch wenn ich ihm das gerne glaube, dass er mit der NPD nichts mehr zu tun hat.

  5. Christian

    Valentin Seipt hat anscheinend aus seinem politischen Fehltritt gelernt. Hätte nicht ein öffentliches Eingeständnis seiner früheren Mitgliedschaft in der NPD und eine ehrliche Distanzierung von der NPD gereicht? Muss es immer gleich ein Rücktritt sein, nur aus Angst vor Schlagzeilen in (dann ja wohl verkommenen) Medien? Ich dachte eigentlich, dass die Piratenpartei da einen anderen Stil vorleben wollte.

  6. Hätte Valentin seine politische Vergangenheit deutlich vor der Wahl kommuniziert und wäre im Anschluss trotzdem gewählt worden so könnte man zwar persönlich mit dem Wahlergebnis unzufrieden sein, aber man hätte die Entscheidung des KV gut verargumentieren können.

    Dies hat Valentin leider versäumt und daher war der Rücktritt die einzig saubere Lösung. Ich begrüße es ganz besonders, dass sie auch so schnell getroffen wurde.

  7. Ich finde es eine unnötige Entscheidung. Fehler und Jugendsünden haben wir alle, dann müsste jeder gleich von seinem Amt zurücktreten.
    Die Angst vor der Presse finde ich übertrieben. Auch Journalisten wissen, dass man es sich nicht mit einer Partei verscherzt, die so im Aufwind ist und warscheinlich in ein paar Jahren mehr zu sagen hat, als manche jetzt noch glauben mögen.

    Wie gesagt, der Schritt ist anerkennungswert, aber in meinen Augen unnötig. Mich persönlich interessiert die Einstellung und Gesinnung im Hier und Jetzt und jemanden, der sich so engagiert, zu verlieren ist einfach nur schade.

    Trotzdem wünsche ich ihm alles Gute!

  8. Ich bin wirklich empört wie die Presse und wir reagieren.

    Wenn wir wirklich in Zukunft die Ex-Parteizugehörigkeit erfassen müssen wir auch den Beruf, Einkommen, Geschlecht, Sexualität, Religion, Nationialität und Abstammung erfassen. Wer A sagt muss auch B sagen.

    Was früher war ist Privatsache!

    Ich denke der Ausstieg aus der rechten Sehne ist nicht leicht und sollte begrüßt werden. Aber stattdessen wird man gesteinigt. Das ist nicht hinnehmbar!

    Wieso kamm woll die Aufdeckung von der rechten Sehne. Die wollten die Aussteiger nochmal eins richtig reinwürgen. Nach dem Motto seht her wenn ihr Aussteigt habt Ihr immer ein Markel – bleibt lieber hier da hast du eine Kammerradschaft hinter Dir.

    Besprochen sollte lieber werden warum die Ratenfänger von der NPD und co. Jugendliche dazu bewegen können Mitglied zu werden. Und hier sollte man ansetzen.

    • Wenn die Aufdeckung von „ehemaligen“ Kameraden kommt, so sollte man sich die Mühe machen und den Grund dafür hinterfragen. Schließlich war es ja schon längewr bekannt, das er Kreisvorsitzender war. Sein Fehler ist warscheinlich der Artikel in der Zeitung und seine Äuserungen. Das er auch eine Verurteilung wegen „Volksverhetzung“ hatte, wird hier auch unter den Tisch gekehrt.
      Auch sollte man bedenken, das die linken diese Politik des Outens von rechten schon lange betreiben. Es ist nur noch nicht vorgekommen, das die Rechten dies nun auch in Anspruch nehmen

      • „Schließlich war es ja schon längewr bekannt, das er Kreisvorsitzender war.“

        Tatsächlich. Wem war das länger bekannt und wieso wurde es nicht veröffentlicht? War es dir bekannt? Dem Projekt AIDA war er nicht bekannt, soweit meine Information reicht.

        „Das er auch eine Verurteilung wegen “Volksverhetzung” hatte, wird hier auch unter den Tisch gekehrt.“

        Er ist wegen „Zeigens von Zeichen verbotener Gruppierungen“ verurteilt worden Nach eigenem Bekunden mit einem T-Shirt.

        „Es ist nur noch nicht vorgekommen, das die Rechten dies nun auch in Anspruch nehmen“

        Oh, si tacuisses… Es war eine Pressemitteilung der NPD, die auf diese Tatsache hinwies.

        Aleks

        • „Er ist wegen “Zeigens von Zeichen verbotener Gruppierungen” verurteilt worden Nach eigenem Bekunden mit einem T-Shirt.“

          Wenn er das T-Shirt verharmlost, so soll er dir doch mal genau sagen was darauf gestanden hat. Warscheinlich ist er auch durch seine Selbstständigkeit mehr in die Strukturen der „rechten“ eingebunden gewesen alser gerne zugeben will. Es ist nur bezeichnend, das die Piratenpartei selber die NPD ins Spiel gebracht hat. Nach meinem Wissen, sind vielen Leuten in Freising und Umgebung die Vergangenheit von Seipt bekannt gewesen. Das er seine Mitgliedschaft verheimlicht hat, zeigt doch deutlich genug, das er was zu verbergen hatte. Wenn es den Piraten in FReising wirklich wichtig sein würde die ganze Wahrheit zu erfahren, so würden sie sich doch an denjenigen wenden, der es veröffentlich hat.
          Ich habe noch nicht von den Piraten gehört, das sie solche “ outings“ ob von links oder rechts verurteilen. Es ist warscheinlich so, das sie sich gerne in den Kampf gegen rechts eingliedern aber wehe wenn solche leute geoutet werden.

          • Ich lass dich alleine mit deinen Mutmaßungen. Du kannst ja jederzeit die Piraten in Freising fragen, um Gewissheit zu erlangen.

            Woher nimmst du die Gewissheit, dass er „das T-Shirt verharmlost“?

  9. Frank Heinze

    Man muss immer bedenken, welche Macht gewählte Politiker über die Bürger bekommen. Daher ist die Forderung nach einer Offenlegung wahlentscheidender Fakten mehr als gerechtfertigt. Ich sage ja nicht, dass Seipt nicht aufgenommen werden darf oder ausgeschlossen werden muss. Aus der Ferne kann man den Gesinnungswandel ohnehin nicht beurteilen.

    Aber er hat eben das Grundprinzip der Transparenz zumindest beim Wahlakt des Vorstandes und in Bezug auf die Bürgerschaft verletzt und ist daher als Vorstand nicht tragbar. Ich werde mal anfragen, ob er Interesse an der eventuell zu gründenden „Piraten gegen Rechtsextremismus“-Gruppe Bayern mitmachen will.

    Hier übrigens auch eine Stellungnahme dazu:
    http://esmeralda.kennt-wayne.de/2011/oct/hilfe-nazis/

  10. Wie wäre es mal wenn ihr euch vor Linksextremismus distanzieren würdet ?
    Gab es dort auch schon Rücktritte?Seit ihr auch Bombenbastler?

  11. captain alex

    Oh mein Gott. Wie kann man einen Menschen auf ein einziges Ereignis der Vergangenheit reduzieren?
    Ich war mal Mitglied im Fechtklub, deswegen bin ich sicher ein Irrer der mit einem Degen nachts Leute meuchelt…
    Das er ausgestiegen ist sollte doch genug Distanz aufzeigen. Echt schade. Hab ihn dieses Jahr aufm W:O:A kennengelernt und er ist echt ein lockerer Typ und sicher kein Nazi, aber nein, allein die ehemalige NPD Mitgliedschaft reicht um einen Menschen zu beurteilen. Kotzt einen echt an sowas…

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