Piratenpartei ruft zum „Tag des GEZ-Hausverbots“ auf

Vor einem Jahr stellte das Amtsgericht Bremen fest, dass das Hausrecht über dem Recht der GEZ-„Gebührenbeauftragten“ steht. Damit ist es möglich, den Mitarbeitern der GEZ ein generelles Hausverbot für die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück zu erteilen. Auf diese noch weitgehend unbekannte Tatsache weist die Piratenpartei alle Bürger hin, die unter den weiter andauernden GEZ-Schnüffeleien leiden.

»Vielen ist nicht bewusst, dass die Mitarbeiter der GEZ kein Recht haben, sich in ihrer Wohnung oder auf ihrem Grundstück umzuschauen«, stellt Sebastian Nerz, Vorsitzender der Piratenpartei, klar. »Sollte ein GEZ-Mitarbeiter uneingeladen und ohne ihre Erlaubnis so etwas tun, so ist das Hausfriedensbruch.« Hausfriedensbruch ist eine Straftat, die mit bis zu einem Jahr Haftstrafe geahndet werden kann. Noch bis zu drei Monate nach dem Vorfall kann Strafanzeige erstattet werden.

»Man kann solchem Verhalten einen Riegel vorschieben«, so Nerz weiter, »indem man vorsorglich der GEZ mitteilt, für ihre Mitarbeiter gelte ein generelles Hausverbot. Das geht formlos und muss sofort von der GEZ befolgt werden.«

Vorformulierte Musterschreiben an die Gebühreneinzugszentralen in den jeweiligen Bundesländern können aus dem Netz heruntergeladen werden.


Kommentare

2 Kommentare zu Piratenpartei ruft zum „Tag des GEZ-Hausverbots“ auf

  1. Mio et mon momo schrieb am

    Lustige Idee, bringt aber irgendwie nix. Klingeln und nerven dürfen die Jungs ja trotzdem.
    Und ohne Genehmigung darf sich sowieso keiner in meinem Grundstück oder in meiner Wohnung umschauen. Das ist auch ohne Hausverbot Hausfriedensbruch.
    Außerdem ist die Unterhaltung doch immer ganz nett und so schön kurz.

  2. Alex schrieb am

    Es wäre an der Zeit diese „antidemokratische“ Organisation abzuschaffen. War da nicht so etwas gesetzlich verankert wie „Recht auf Informationsfreiheit“? Warum werden alle Haushalte und Firmen gezwungen gebühren für Leistungen zu entrichten (PC am Arbeitsplatz), die man definitiv nicht nutzt? Ich finde, dass die Piraten sich hier engagieren sollten und das in ihr Parteiprogramm aufnehmen sollten. Da werden mit Sicherheit einige Millionen Wähler der gleichen Meinung.

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