Bayern

Uhl: Carechild verharmlost Kinderpornographie

Via gulli bin ich auf einen (zugegeben etwas älteren) Beitrag von Hans-Peter Uhl auf abgeordnetenwatch zum Thema Kinderpornos und Netzzensur gestoßen. Darin greift er insbesondere Carechild an, die in einer kleinen aber eindrucksvollen Studie gezeigt haben, wie schnell und problemlos man ohne Zensur der Kinderpornographie, die da gesperrt werden soll, zu Leibe rücken kann. Ich will mir da mal zwei Dinge zu Gemüte führen.

Zum einen meint Uhl, Carechild würde das Problem verharmlosen. Ok seien wir mal ganz ehrlich: Carechild das Problem der Kinderpornographie verharmlosen? Das wäre genauso als würde Schäuble das Problem des Terrorismus verharmlosen.

Carechild ist dafür bekannt bei der Bekämpfung von Kinderpornographie schnell das Kind mit dem Bade auszuschütten. So freut sich Carechild auch über das bundesweite Kreditkarten-Screening im Rahmen der Operation Mikado, dass vom Bundesverfassungsgericht leider für rechtmäßig anerkannt wurde.

Üblicherweise sind sich Carechild und die Bürgerrechtler wegen solcher Sachen spinnefeind, was man schon durch Formulierungen wie „selbsternannte Datenschützer“ sieht. Wenn hier aber selbst Carechild auf den Seiten der Bürgerrechtler steht, wie kann man dann überhaupt noch dran zweifeln, dass hier Mist gebaut wird?

An anderer Stelle zitiert Uhl einen Kommentar aus der FAZ mit: „Geächtet gehören Internetexperten, die uns sagen, was nicht geht, statt zu sagen, wie den Urhebern und Nutznießern dieses widerwärtigen Geschäfts zu Leine gerückt werden könnte.“

Wie engstirnig kann ein einzelner Mensch sein? Ich mein die Internetexperten (in dem Fall Carechild) habens doch so dargestellt, dass man es klarer gar nicht mehr machen kann: Was geht nicht? Netzzensur! Was geht? Server abschalten! Augen auf Herr Uhl!

Hinweis: Blogeinträge spiegeln lediglich die Meinung des Verfassers wieder und sind nicht zwingend Meinung der Piratenpartei.

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