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Hoster schaltet Anonymisierungsproxy der Piratenpartei ab

Seit gestern Nachmittag ist der Anonymisierungsproxy der Piratenpartei Bayern nicht mehr erreichbar. Grund: Der Hoster des Servers, 1blu, hat nach einer anonymen Beschwerde ohne Rückfrage zur Klärung des Sachverhalts den Server vom Netz getrennt.

Aus dem Anschreiben von 1blu:
„[H]iermit möchten wir Sie informieren, dass uns Dritte darüber in Kenntnis gesetzt haben, dass auf Ihrem Paket […] eine oder mehrere Anwendungen ausgeführt werden, die die Sicherheit, die Verfügbarkeit oder die Systemintegrität der Systeme der 1blu AG beeinträchtigen, was laut unseren AGB unzulässig ist.“

Da auf besagtem Server lediglich der Anonymisierungsproxy lief, stellt sich die Frage, wie 1blu durch das anonyme Surfen seine Verfügbarkeit oder gar die Systemintegrität gefährdet sieht. Informationsbegeheren des
Landesverbandsvorstandes gegenüber 1blu sind bislang ohne konkrete Antworten geblieben. Ebenso sind die ominösen „Dritten“ nach wie vor unbekannt.

Bleibt die Vermutung, und der fahle Nachgeschmack, dass manche Hoster das Recht auf Anonymität im Netz als Gefahr sehen und in vorauseilendem Gehorsam lieber den Stecker ziehen anstatt sich der Sachlage zu vergewissern.

Der Landesverband Bayern arbeitet mit Hochdruck an der Klärung der Sachlage und der Beschaffung eines Ersatzservers. Eine weitere Geschäftsbeziehung mit 1blu erscheit derzeit unwahrscheinlich.

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