Ergebnisse der BGE Umfrage der PIRATEN LV Bayern
Ahoi liebe Piraten,
wir möchten Euch über das Ergebnis der BGE Umfrage in Bayern informieren.
Zunächst präsentieren wir Euch die statistische Auswertung der Umfrage und geben Euch eine Zusammenfassung der Kommentare, welche den Vorstand zugegangen sind. Abschließend geben wir Euch die Beweggründe des Landesvorstandes.
Statistische Auswertung
Die beiden Fragen lauteten:
Kannst du dich als Mitglied der Piratenpartei mit der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) identifizieren?
Würdest Du heute für den Antrag PA284[1] stimmen, der auf dem Bundesparteitag in Offenbach angenommen wurde?
Die Umfrage wurde an ca. 4200 Piraten (mit ca. 150 inkorrekte E-Mail-Adressen) in Bayern verschickt. Teilgenommen haben 2292 Piraten, dies entspricht ca. 54 % der bayerischen Piraten (zum Zeitpunkt der Versendung).
Ergebnis der Umfrage in Wort und Bild [2]:
Frage 1:
ja: 66,14 % (1516)*
nein: 30,63 % (702)
keine Antwort: 3,23 % (74)
Frage 2:
ja: 60,51 % (1387)
nein: 33,25 % (762)
keine Antwort: 6,24 % (143)
bereinigt:
Frage 1: 68,35 % (1516) ja / 31,65 % (702) nein
Frage 2: 64,54 % (1387) ja / 35,46 % (762) nein
Wenn Frage 1 mit ja beantwortet wurde, wurde Frage 2 wie folgt beantwortet:
ja: 87,14 % (1321)
nein: 7,19 % (109)
keine Antwort: 5,67 % (86)
Wenn Frage 1 mit nein beantwortet wurde, wurde Frage 2 wie folgt beantwortet:
ja: 5,84 % (41)
nein: 91,31 % (641)
keine Antwort: 2,85 % (20)
Wenn Frage 1 nicht beantwortet wurde, wurde Frage 2 wie folgt beantwortet:
ja: 33,78 % (25)
nein: 16,22 % (12)
keine Antwort: 50,00 % (37)
Wenn Frage 2 mit ja beantwortet wurde, wurde Frage 1 wie folgt beantwortet:
ja: 95,24 % (1321)
nein: 2,96 % (41)
keine Antwort: 1,80 % (25)
Wenn Frage 2 mit nein beantwortet wurde, wurde Frage 1 wie folgt beantwortet:
ja: 14,3 % (109)
nein: 84,12 % (641)
keine Antwort: 1,57 % (12)
Wenn Frage 2 nicht beantwortet wurde, wurde Frage 1 wie folgt beantwortet:
ja: 60,14 % (86)
nein: 13,99 % (20)
keine Antwort: 25,87 % (37)
Zusammenfassung von Kommentraren zur Umfrage
Der Landesvorstand hat von befragten Mitgliedern verschiedenste Rückmeldungen bekommen, die wir Euch hier nicht vorenthalten möchten.
Besonders auffällig war, dass viele der Befragten ihren persönlichen Umfragelink, der nach erstmaliger Beantwortung der Fragen verfällt, in E-Mails weiterverschickt haben und so auch teilweise Umfragelinks auf Listen weitergeleitet wurden. Damit konnte nicht sicher gestellt werden, dass einige aufgrund dieser technischen Schwierigkeiten nicht selbst an der Umfrage teilnehmen konnten.
Einige bayerische Piraten waren sehr dankbar über die Umfrage und fanden die Idee eines Stimmungbildes in Bayern zu diesem Thema “ausgezeichnet”. Stimmungsbilder zu anderen Themen sind von vielen Mitgliedern erwünscht.
Andere wiederum hielten die Umfrage für “vollverblödet” und warfen dem Landesvorstand vor, absichtlich Abkürzungen zu benutzen, die nachgeschlagen werden mussten. Die Vorgehensweise des Landesvorstands sei nur dann die “richtige, wenn man ein erwünschtes Ergebnis produzieren wollte, nicht jedoch wenn man Antworten wolle”. Weiterhin wurde dem Landesvorstand vorgeworfen, dass er seine Funktion ausnutzt, um Zweifel am Bundesparteitagsbeschluss aufkommen zu lassen.
Einige hätten sich ein Kommentarfeld bei der Umfrage gewünscht und einen Text, der dazu motiviert bei der Umfrage mitzumachen.
Viele, die den Landesvorstand angeschrieben haben, sind auf das Thema bedingungsloses Grundeinkommen und Grundeinkommen eingegangen:
Des öfteren konnte man lesen, dass die Befragten sich mit dem Modell von Götz Werner beschäftigt haben.
“Zum Grundeinkommen gibt es meiner Meinung nach gar keine Alternative.”
“Der Druck muss von den Menschen genommen werden, damit neues wachsen kann und wir endlich zu einem menschenwürdigem System gelangen, indem Werte wieder Werte werden und nicht der Konsumzwang im Vordergrund steht.”
“ich habe in Offenbach für das sofortige BGE gestimmt.”
“ich kann mit Eurer Umfrage nichts anfangen. Mein Sohn und ich sind zwar für ein Grundeinkommen aber mit der Verpflichtung gemeinützige Arbeit zu verrichten, wenn dies notwendig ist. Es gibt noch genügend zu tun in den Gemeinden und Städten. Grundsätzlich ist ein Grundeinkommen richtig. Mein Vorschlag: 1000 € pro Monat und Person, aber der Staat sollte dies nicht kostenlos tun. Ich bin für die Abschaffung der Mamutbehörde Arbeitsamt und dafür daß jeder sein Schicksal selbst in die Hand nimmt und Arbeitslose gefördert werden damit jeder eine gewisse Qualifikation erlangen kann. Ohne Pflicht zur Arbeit werden viele junge Leute nur noch im Bett liegen bleiben.”
“Ein BGE ist unrealistisch”
“Ich bin eher pro [BGE] aber mit Vorbehalten wie zB verstärkter Bevölkerungszuwachs durch Immigration”
“Das bedingungslose Grundeinkommen kann erst dann kommen, wenn der “die Freiheit des Einzelnen und der Gemeinschaft” verwirklicht ist, wenn die Zweiklassengesellschaft “Politische Klasse” v. Armin aufgehoben ist und mein web Beachtung gefunden hat. (Keiner ist klüger als Goethe).”
“Ich bin für ein GE aber nicht BGE, sehe aber mehr Arbeit, die zu tun ist (generell die Sozialen Systeme überarbeiten)”
Beweggründe des Landesvorstandes
Das “BGE” ist ein, besonders in Bayern, sehr emotional diskutiertes Thema. Das oberste Organ der Piratenpartei (Bundesparteitag) hat sich für ein BGE ausgesprochen. Der Landesvorstand, der den PIRATEN in Bayern gegenüber verantwortlich ist und diese vertritt, konnte nicht sicher sein, wie die bayerische Basis wirklich denkt. In einer basisdemokratischen Partei sollte man die Meinung einer großen Basis (und nicht nur der “lauten” Mitglieder) wiedergeben können. Um dies zu gewährleisten müssen möglichst viele Mitgleider gefragt werden. Da nicht jeder der 4000 bayerische Piraten auf dem Bundesparteitag in Offenbach anwesend war, hat sich der Landesvorstand dazu entschlossen, diese Umfrage zu starten.
Die Motivation für diese Umfrage war ein repräsentatives Meinungsbild der Piraten im LV Bayern zu erhalten. Die Umfrage war bewusst so formuliert, dass sie nicht suggestiv ist. Einige Mitglieder im Landesvorstand sind vehemente BGE-Gegner und wurden auf dem letzten Landesparteitag trotz ausdrücklicher Bekundung dennoch gewählt. Damit die Mitglieder nicht (vom Landesvorstand) beeinflusst werden, konnten also die Beweggründe des Vorstandes für die Umfrage nicht genannt werden. Dadurch konnte auch kein neutraler Text zur Motivation zur Teilnahme gefunden werden.
Der Landesvorstand bedankt sich bei Euch für dieses Meinungsbild zum Thema BGE.
Euer Newsletter Team
für den Vorstand
[1] http://is.gd/jQkCOr
[2] Graphische Auswertung der Umfrage http://is.gd/B9Oa9i (pdf)
* in Klammern angegebene Zahlen sind immer absolute Zahlen
Danke für den Aufwand. Mich freut das Ergebnis
Interessant wäre der Vergleich zu vor dem BPT gewesen, aber dafür ist es jetzt zu spät…
Na, da hätte Euch eine Umfrage mit differenzierteren Nachfragen nach der Art dessen was man unter Einkommensgarantie versteht weiter gebracht.
Zwischenzeitlich existiert eine Version l eines Arbeitspapieres dazu: http://logicorum.files.wordpress.com/2012/01/erweiterter-sozialstaat-l.pdf
Vielleicht finden wir einen gangbaren Weg mit welchem man den Menschen mehr Antworten auf drängende Fragen wie Altersversorgung u.ä. liefern kann.
Grüße ALOA
Ahoi, den letzten Kommentar kann ich Bedingungslos unterzeichnen.
Ein Grundeinkommen ist eine feine Sache. Jedoch kann und darf es nicht losgelöst von gewissen Bedingungen sein. Es wäre ein Schlag ins Gesicht eines/r jeden/jeder Mitbürgers/Mitbürgerin wenn diese 40 Std die Woche arbeiten und der Nachbar nebenan für nichts tun, ein BGE bekommt. (lt. manchen Modellen sogar mehr BGE als man mit normaler Arbeit verdient!) Das Sozialsystem bedarf einer Reform, dass stehe ausser Frage. Und unsere Gesellschaft muss den Herrausforderungen der Zukunft gerecht werde. Dabei gehen wirtschaftlicher Erfolg unseres Landes und soziale Absicherung der Ärmsten Hand in Hand. Die Soziale Martkwirtschaft wie sie Mitte des letzten Jahrhunders geschaffen wurde war die Grundlage für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Wichtig ist dabei zu akzeptieren das Sozail und Markt zwei Seiten der gleichen Medallie sind. Das eine geht nicht ohne das andere und beide sind für den Erfolg wichtig.
Sorry, Du hast das BGE nicht verstanden!
MitbürgerInnen die -zusätzlich- zum BGE arbeiten, haben immer mehr, wie der Nachbar nebenan der NUR ein BGE bekommt.
Das Lohnabstandsgebot, ist anders wie heute, immer gewährleistet
Moment. Die Abkürzung BGE wurde hoffentlich übersetzt!?
Unabhängig wie das grundlegende Modell nachher aussehen könnte (dies wurde bisher ja nicht beschlossen oder festgelegt!), so heißt der hintere Teil noch immer “GRUNDeinkommen”. Es ist kein BDE – bedingungloses Dekadenzeinkommen. Es geht dabei um die Teilhabe am Leben ohne Erniedrigung der Menschen. Es geht am Ende gegen das heutige Modell, wo Menschen zum großen Teil vorher auch eingezahlt haben, heute aber nur Geld unter den Bedingungen bekommen, jede Privatheit zu beseitigen und alle persönlichen Informationen irgend einem Sachbearbeiter (oder mehreren) offenzulegen.
Ahoi Croaker, da ist Dir aber ein kleiner Denkfehler unterlaufen. Wenn der Nachbar ein BGE bekommt, dann bekommt das natürlich auch der 40-Stunden Arbeiter. Es soll ja eben bedingungslos sein. Er hätte also gar keinen Grund sich in’s Gesicht geschlagen zu fühlen, weil er ja noch seinen 40-Stunden Lohn oben d’rauf hat. Die Reform des Sozialsystems würde sich in einem solchen System ganz automatisch ergeben. Aber es gibt einen gewichtigeren Grund warum das BGE es schwer haben wird. Es werden Dir viele (auch Piraten
) schnell vorrechnen, daß dafür kein Geld da ist. Und wahrscheinlich (ich bin mir da selbst unsicher) stimmt das sogar. Aber es stimmt deswegen, weil das Geld auf unserem Planeten ungleich verteilt ist. Die wichtigste Reform, um ein BGE zu ermöglichen, wäre die Reform unseres Finanzsystems. Ich denke da an die Ideen eines Sylvio Gesell. Umlaufsicherung, negativer Zins, Regiogeld, usw… Um aber diese Reform durchzubringen, bedürfte es der Einsicht derer die heute die Verfügungsgewalt über diese Finanzmittel haben. Und diese Einsicht zu transportieren wird schwer sein. Ist aber eventuell zu schaffen. Das Hauptproblem dabei ist, das selbst wir kleinen Leute dieses System stützen, indem wir selber davon überzeugt sind, dass es gut ist möglichst viel Geld zu verdienen, oder wenigstens mehr zu verdienen als unser Nachbar. Der gefühlte “Schlag in’s Gesicht” macht das deutlich. Erst wenn wir mehrheitlich von dieser Wettbewerbsideologie ablassen, kann ein solches Vorhaben Aussicht auf Erfolg haben. Und wir als Piraten sollten anfangen daran zu arbeiten diese Ideologie aus den Köpfen der Menschen zu vertreiben. Ich für meinen Teil werde das jedenfalls versuchen.
Gruß linufix
Schön mal repräsentative Meinungsbilder zu haben und schön, dass tatsächlich auch eine Mehrheit für den eingeschlagenen Kurs ist.
Hätte ich euch auch vorher sagen können (der LV Bayern war am BPT stark vertreten). Und das BGE ist nicht “besonders in Bayern”, sondern überall heiß diskutiert. Überhaupt zeigt doch diese Umfrage, dass die Piraten sich nicht über Landesgrenzen definieren.
Aber gut, dass ihr das gemacht habt. Bringt die Debatte weiter und weg von Pauschalisierungen der Piraten nach Landesverbänden.
Ich bin bayrische BGE-BefürworterIn. Habe trotz mehrerer Mailnachfragen keine Umfrage-Frage bekommen, vom Bezirksvorstand gar keine Reaktion. Dürfte nicht passieren bei so einer wichtigen Umfrage. Jetzt bin ich ja dermassen glücklich mit dem Ergebnis!
Hast du Validom eine Mail dazu geschickt? Wenn nicht, dann hast du die falschen Ansprechpartner gesucht.
Schönen Gruß Aleks
also solange das bGE nicht so endet und in einer Instrumentalisierung der Politik endet, wie das bei der FTS gerade der Fall ist (bei der das gemeine Volk weitgehend dumm gehalten wird! über Nachteile dieser Konkreten ‘Steuer gegen Spekulation’ im Gegensatz zu einem ursprünglichen Konzept einer Tobin-Tax oder Robin-Hood Tax), kann uns eine breite Diskussion über’s ausgestalten des Grundeinkommens nur positiv bescheinigt werden. Je mehr wir voneinander lernen, desto gefeiter sind wir gegen Usurpation seitens der etablierten Parteien – seitens bourgeoisie-lobbyistisch agierender Unterwanderungs-/Vereinnahmungs-Versuche (die es schon zu Haufe gibt – siehe “liberales Bürgergeld”).
Daher müssen wir JETZT endlich gemeinsam mögliche Spezifikationen zum bGE & die Einbindung in den Fiskal-Haushalt des bGE’s herausarbeiten!
Ich freue mich das auch wir in Bayern mehrheitlich für das BGE sind. Ich habe noch keine konkrete Vorstellung davon wie ein BGE auszusehen hat, ich würde sowas wie eine negative einkommensteuer anstreben zusammen mit einem verbindlichen Mindestlohn. Es darf nicht sein das eine Vollzeitstelle so wenig netto nach Hause bringt das eine Aufstockung nötig ist! H4 Aufstockungen sind versteckte Subventionen an Arbeitgeber, das darf es nicht geben.
ahoi fh
Die auf einem Parteitag genannten 450 Euro sind angeblich sogar laut Gegnern finanzierbar. Und das ohne Steuersystemänderungen, obwohl die natürlich grundsätzlich sinnvoll wären. Ich habe mal überschlagen, und ich komme auf €500 für ÜBERleben ohne Krankenkasse. Die sollte komplett Staatsfinanziert sein. Haben nicht die Finnen eine komplett staatsfinanzierte Krankenkasse?
€250 Miete inkl. Nebenkosten (in Köln drin) €15: Heizung (12,5) €30: Strom (1600kWh/a) €25: Inet/Tel. (od. €0-Netzclub-iNet + 9c/Min für Telefonate) €0 für Sat-TV bzw. €4,17 für HD+ GEZ: “wie man lustig ist”, in Zukunft durch Wohnungsmeldung gezwungen €128: Lebensmittel (bei Hartz4 sind es 128) €3: Kleidung (warum Kleidung neu kaufen, wenn kein Schaden an der vorhandenen vorliegt, so reichen auch €36/Jahr, eine Jeans gibt es ab €3, oder immer um €10, 8 Paar Strümpfe = €5 usw..) €10: Hygiene (Klopapier, oder besser Küchenrolle, da auch nass reißfest, Billigdurchgel/Schampoo…) €4,17: Roller-Versicherung (€50/Jahr) €32: Sprit für mindestens 600km (20km/Tag) Krankenkasse: Gar nicht / oder freiwillig €150/Mon. (dann klappen €450 aber nicht) / bzw. Staatsfinanziert (Basisversorgung für alle Steuerfinanziert, wer Einzelzimmer, Chefarzt usw. will, zahlt zu)
Summe ca. €500 ohne Krankenkasse (müssen ja keine 600km im Monat sein, bei Arbeitslosigkeit wohl sehr viel weniger) Soll man die Krankenkasse selbst zahlen, müssten es ca. €650 sein.
Und ich bin einer Derjenigen die den Betrag lieber sehr niedrig halten wollen. Nicht aus “dann will keiner mehr arbeiten”-Gedanken (Verzicht auf Arbeit wird in 25 Jahren sogar NÖTIG sein), sondern aus Sicherheitskalkül. Lieber ein geringes BGE von dem mal leben KANN, als gleich mit 800 oder 1000 oder gar mehr einzusteigen und zu riskieren dass es scheitert. Den Gegnern bloß keine Munition oder eine Blöße geben.
Dass es Finanzierungsprobleme gibt, dass evtl. wirklich zu viele nichts mehr tun (bzw. die Gegner meinen dass es zu viele sind)… Zumindest so viele wie Arbeitslos sind, sind ja verzichtbar. Und wenn das die am wenigsten Qualifizierten sind, die dann schlecht bezahlte Arbeit “verweigern” (Anführungszeichen, weil sie ja niemand gegenüber Rechenschaft ablegen müssen, warum sie eine Stelle nicht annehmen oder kündigen), sehr gut. Die schlecht bezahlte Arbeit steht unter Druck mehr zu zahlen, oder automatisiert zu werden. Es heißt zwar oft, man könne nicht mehr für diese Art der Arbeit zahlen, aber wenn sie wirklich nötig wäre, müsste man theoretisch jeden Preis zahlen, wenn sich keiner findet. Ab einem gewissen Lohn finden sich auch Menschen für diese Arbeit trotz BGE.
Heute zahlt man für Arbeit für die besonderes Fachwissen nötig ist mehr als für die langweilige “Knochenarbeit” die jeder machen kann. Es ist nicht kommunistisch oder sozialistisch, wenn man die Bereitschaft die Nachteile einer solchen Arbeit auf sich zu nehmen genau so honoriert wie Fachwissen. Vergleichbar mit der “Gefahrenzulage”, oder früher der “schlechtwetterzulage”.
Evtl. hätten es ja Drückerbetriebe (Callcenter, Zeitungsdrücker…) so schwer dass sie untergehen.
Es ist GUT und vorbildlich, wenn jemand auf den 40h/w €400/Monat-Schinderjob (von “Beruf-ung” kann da ja NIE die Rede sein) verzichtet, denn nur so können die Löhne für solche Arbeit steigen. Oder sie wird automatisiert, beides wäre in Ordnung. Wobei ich persönlich die Automatisierung bevorzuge. Alles andere wäre Fortschrittsfeindlich. Man muss sich mal klar machen wie schnell Google mit seiner Geldmacht Roboterautos bauen konnte, die heute schon sicherer als Menschen fahren, und in etwa 6-7 Jahren schon Serienreif sein können. Ich hoffe dass dies zu einer schnellen Erhöhung der Arbeitslosigkeit unter Taxifahrern, LKW-Fahrern usw. führt, denn dies kann einem BGE politisch nur gut tun. Hoch lebe Google
.
Gerade DIE, die minderwertige Arbeit aus Rechtfertigungsgründen (gegenüber der Gesellschaft) annehmen, weil sie paranoide Komplexe haben sonst als “Schmarotzer” zu gelten (habe Berichte gesehen die diese Gedankengänge sehr deutlich zeigten), sind die eigentlichen “Schädlinge”. Nicht die die nicht arbeiten, sondern die die solche Arbeitsverhältnisse am Leben erhalten.
Ein BGE muss nicht fix sein, es könnte am Reichtum der Gesellschaft (bzw. BIP, wasauchimmer) gekoppelt sein. Sollte aber nicht unter einen solchen Überlebenssatz fallen. Z.B. diese €450 bzw. €500 (ohne KK). Man könnte diesen Minimalsatz auch erst mal auf X Jahre festsetzen, da kann man Kompromisse eingehen.
Es gibt ja die Gruppe die sagen dass ein BGE grundsätzlich in Ordnung wäre, aber es wenigstens ein Stück unter dem liegen sollte, was man zum Leben braucht. Diese Menschen geben aber auch an, dass man nicht von weniger als €800 oder €1000 leben könnte
.
Das ist doch praktisch, da diese Menschen wirklich glauben man könne nicht von weniger leben, sollte es ja kein Problem sein ihnen die Zustimmung für €500 (bzw. €650 mit Krankenkasse) zu entlocken. Denn sie glauben ja, das NIEMAND sich damit “auf die faule Haut legen” könnte. Auch wenn das natürlich möglich wäre, wenn man sich im wahrsten Sinn des Wortes “darin einrichtet”. Also entsprechende Miniwohnung und außer (höchstens) Internet/Telefon und Strom (nötig, außer man kommt mit ein oder zwei Solarpaneelen oder einen 1kw-Mini-Windrad aus, welche man auch als Mieter evtl. nutzen kann) keine laufenden Verträge. Nichts was Schulden anhäufen könnte.
Die Menschen die gerne davon schwafeln etwas “verdient” zu haben, oder als Rentner vom “verdienten” Ruhestand faseln, vergessen scheinbar dass sie selbst nicht mehr das leisten mussten was ihre Eltern, Großeltern, Urgroßeltern usw. geleistet haben, während sie sich über die arme (ja, bei alten selbstgefälligen Stunkrentern von nebenan, gilt “arm” als Schimpfwort) Studenten mit Kind oder Hartz4-Bezieher auslassen. Diese verbitterten Stunkrenter gönnen den nachfolgenden Generationen einfach nicht dass sie weniger bis in evtl. 20 Jahren gar nicht mehr arbeiten müssen. MÜSSEN, denn interessante Arbeit (in Wissenschaft, Forschung, Kunst, Kultur) gibt es wohl immer. Mal abgesehen von Wissenschschaft/Forschung muss sich der Mensch beschäftigen. AUf welcher moralischen Grundlage muss das Arbeit sein? Von mir aus soll der Surfer den ganzen Tag surfen, in evtl. 25 Jahren ist Vollautomatisierung möglich!
Ist einer von den heutigen Stunkrentnern mit Gottkomplex als Kind vom Morgengrauen bis Sonnenuntergang mit dem Hammer durch enge Minenspalten gekrochen? Haben Sie 14h/Tag schwer in der Fabrik gearbeitet?
Sind sie ohne Frühstück auf das Feld gegangen, um dann Mittags wie fast jeden Tag einen Brei aus Mehl und Milch mit etwas Honig gesüßt zu essen? Dazu ein Glas Molke (wie jeden Tag). Und von einem Abendessen sagt die Webseite “Deutschland-im-mittelalter.de/ernaehrung.php” nichts…
Die etwas “wirr” vorgebrachten Worte einer Grünen zu einem Wahlrecht für Kinder ab dem Säuglingsalter sind gar nicht so falsch. Natürlich hätte sie klar zugeben müssen dass die Eltern für sie wählen. Ich sähe da kein demokratisches Problem. Es bleibt bei einer Stimme pro Bürger. Dass die Eltern ihre Partei für das Kind wählen ist eben nicht zu umgehen. Zumindest bis zum Alter von z.B. 7 (jristisch sind Stufen bei 7, 14 und 18). Da hätte die Schule schon ein Jahr gehabt um das Kind politisch vorzubereiten. Ihnen die Standpunkte aller Parteien ohne Einflussnahme vermitteln. Man muss und darf auch nicht vor der NPD warnen, denn das wäre wieder fragwürdig bei einer einzelnen Partei. Dann müsste man auch vor der SPD und besonders der CDU oder gar CSU warnen. Gut vermittelt kapieren auch 6-jährige dass die NPD nichts gutes beabsichtigen. Ich glaube dass 7-Jährige überlegter wählen würden, als der mitschwimmende Mainstreampiefke. Laut Volker Pispers teilen “80%” die Positionen der Linken (wenn man diese ohne Nennung der Partei dazu befragt), wählen dann aber treu weiter CDU, SPD, FDP und evtl. noch die Grünen. Sie wollen sich als zur Mittelschicht gehörig ansehen, und dazu gehört für diese Menschen einfach SPD, CDU, FDP, evtl. noch die Grünen. Die Linke zu wählen wäre für sie im eigenen Gefühl der Abstieg in die Unterschicht. Nicht dass wir uns falsch verstehen, 2013 wähle ich Orange. Ohne diese Möglichkeit wären es aber die Linken, denn CDU, SPD und FDP sind Achtung-Unwort “unwählbar” (diese Parteien nutzen dieses undemokratische Wort ja selbst gerne).
Zum Abschluss: Ich fände es gut, wenn es einen von oben animierten Bürgerwahlkampf gäbe. Ein Onlinearsenal an Videos, Plakaten, Tipps und Bauanleitungen. Z.B. den Tipp eigene Fahrzeuge mit Material zu versehen. Ausgedrucktes hinter Heck oder Seitenscheiben kostet den Einzelnen praktisch nichts. Aber möglich wäre auch der Bildschirm statt des Papiers hinter der Scheibe. Da könnte (um beim Thema zu bleiben) BGE-Propaganda als Präsentation, in Videos, Audiobeiträgen usw. laufen. Idealerweise ausgerichtet auf die kritische Masse. Ihre Gegenargumente aufgreifen und auseinandernehmen bzw. ihnen mit Kompromissen entgegenkommen. Z.B. die 500 Euro als Kompromiss (gegenüber den 800, 1000 oder gar 1500 Euro die umhergeistern) verkaufen, und zugleich aber vorrechnen dass man davon leben kann (wenn nötig).
Hier könnten Tipps zur Technik gegeben werden. Könnten Systeme entwickelt und per Anleitung angeboten werden. Ein günstiges System für hinter die Scheibe dass sich möglichst von draußen rudimentär bedienen lässt. Z.B. durch ein Steuerkreuz, Zahlenfeld usw.. Idealerweise als Sensorwahl durch die Scheibe. Da könnte ja z.B. eine OpenSource-Technik mit offenen Bauplan zum Nachbau angeboten werden. Das ganze System mit alternativen Komponenten inkl. der Möglichkeit gebrauchte Altgeräte zu nehmen. Z.B. den LCD-Monitor für gebraucht €10 mit 12V-Eingang, passende Kleinstrechner, Stromversorgung usw.. Dazu noch die passende “Kiosk-Software” entwickeln und zum Download anbieten. Eine Software die das Material durch den passanten wählbar präsentiert, ohne die System-GUI zugänglich zu machen. Billigtablets mit 7″ gibt es auch ab 50 Euro. Eine solche Software wohl am wichtigsten für Linux (bzw. als fertige Distribution), für Windows, aber auch für Android würde wohl alle Möglichkeiten abdecken.
Ich glaube dass Passanten eher an so einem unbemannten Platz stehen bleiben, als wenn da jemand aufdringlich Zettel verteilt oder seinen Stand mit Sonnenschirm aufmacht. So ein Auto kann ÜBERALL stehen. Egal wo man gerade parkt, man macht Propaganda.
Weitere technische Möglichkeit: Einen WLAN-Hotspot von dem Passanten Material herunterladen können. Die FUNK-Version des einzementierten USB-Stick in der Mauer. Da gibt es doch diese “Brotboxen mit Batterie und AP drin”. Da reicht jedes alte Notebook, oder eben die zuvor geschilderte Technik gleich zusätzlich. Man kann darauf auch für einen kostenlosen Internetzugang werben. Vor dem eigenen Haus bzw. Wohnung am einfachsten. Natürlich kann auch jemand eine Billigflat oder Netzclubkarte da reinstecken. Daheim vor der eigenen Türe hat man dann höchstens einen WLAN Repeater im Auto. Hier fehlt dann höchstens noch eine Software die es erlaubt dass die erste Seite im Browser vorgegeben werden kann. Dass zwischen Seitenwechseln Propaganda eingeblendet wird. Das Ganze sollte noch über einen Proxy laufen können, damit der Anschlussinhaber nicht für jeden Mist belangt wird. Wäre ein solcher Proxy ein Problem, sollte man es über TOR routen. Aber auch das alles mit vorgefertigter OpenSource-Software und guten Hardwareanleitungen zum Download, welche auch normalen Computeranwendern den Einsatz ermöglichen.
So ein leuchtender Bildschirm hinter einer Autoscheibe oder in einem Rollerkoffer ist etwas sehr auffälliges. Besonders im Dunkeln. Die Lautstärke so, dass man es davor gut versteht, aber nicht dafür belangt werden kann.
Das verbleibt im Fahrzeug, und man muss ich nicht großartig drum kümmern. Höchstens sicher gehen dass einem nicht der AKku leer wird. Dafür gibt es billige “Akkuwächter”, die schalten die Stromversorgung aus der Autobatterie ab, wenn eine Spannung erreicht ist, die noch zum starten reicht. Natürlich kann man auch eine extra Batterie nehmen.
Was nicht einfach so nebenbei wäre, wäre diese Aktion: http://www.g8egen.net/g8index.php Aber wie das Polizeidokument zeigt (ausdrucken und mitnehmen ;-] ), ist es nicht verboten, und Polizisten die etwas dagehen unternehmen können sogar Ärger bekommen. Daher den Brief ausdrucken und mitnehmen.
Eine weitere Möglichkeit sind Flashmobs. So wie z.B. dieser: Merkel in Hamburg – und alle rufen “Yeaahh”: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,650004,00.html Und bei einem Flashmob-Picknick im Braunschweiger Schlosspark tauchte sogar ein Fahrzeug der/von Piraten auf: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,641330,00.html
Schön wäre auch ein “Piratensender” (Doppeldeutig). Warum sollten nur Oppositionelle Thailänder ihren Oppositionssender haben. Und die weißrussischen Oppositionellen sende von Frankreich aus per Satellit auch nach Weißrussland.
Klar, Sat-TV ist teuer, aber für den Anfang tut es auch ein Stickam-, Livestream- oder UStream-Kanal. Den kann man wohl auch in eine Webseite einbinden, und es gibt Android-Apps zur Wiedergabe. Dazu gibt es noch die Möglichkeit von MCE-Plugins, MediaPortal-Plugins, Apps für Android, iPhone und Windows-Mobile.
Mal rein theoretisch, was kosten ein paar MBit auf Astra? Rhein-Main-TV sendet sehr sparsam (das sieht man aber auch), und Dr. Dish ist auch nicht gerade RTL oder die gut versorgten ÖR. Was Dr. Dish wohl für seinen Sendeplatz zahlt? Ein Transponder kostet evtl. 3,5-4Mio pro Jahr. Was passt da drauf, 35Mbit?
Wie groß sendet Dr. Dish? Müsste nachsehen, aber nehmen wir mal 3,5Mbit an. Bei anteilsmäßigen Kosten wären das evtl. 350.000 Euro im Jahr.
In Japan ist es übrigens üblich dass die Parteien mit Lautsprecherwagen durch die Stadt fahren
.
Die Parteien vor den Wahlen (und die Nazis das ganze Jahr über).
Hier ein Text für die Situation in Niedersachsen vor Wahlen:
http://www.schure.de/93150/43,30056,3310.htm
Man sieht mittlerweile auch spezielle Werbeflächenanhänger. Das geht auch billiger mit einen italienischen Pritschendreirad. Das auch von seiner Art auffällt. Gegen Stumme Werbeflächen scheint es noch kein verbot in der Straßenverkehrsordnung zu geben. Bei Videoflächen im laufenden Verkehr müsste man es drauf ankommen lassen. Z.B. der oben genannte Bildschirm hinter der Scheibe. Denkbar wäre aber auch ein Pickup oder Ape mit riesigem Rückpro-Bildschrim in die Seitenwand eingebaut. Mit Beamer in Inneren. Da könnte man wenn man es übertreibt schon angehalten werden
.
Es gibt wohl irgendwo einen der fährt in seinem Firmenfahrzeug einen laufenden 32″-LCD mit Werbung hinter der Scheibe umher…
Haben die, die für das BGE stimmten, einen Taschenrechner oder eine Zählmaschine zur Hand gehabt. Es ist interessant, daß sich eine junge Partei, bei derzeit, ich betone derzeit, über 2 Billionen € Schulden, sich ein finanzierbares BGE vorstellen kann. Da muß mal ein jeder froh sein, wenn er noch 200,– € Rente bekommt, wenn er mal 67 ist oder gibt es dann die Rente schon ab 35. Nahtloser Übergang vom Bafög zur Rente. Da wird für ein BGE nichts mehr da sein, außer den Träumen sich das Leben so einzurichten, wie ein Wunschkonzert. Außerdem ist dies eine Bremse um ein vernünftiges, finanzierbares Sozialprogramm zu erstellen. Herzlichen Glückwunsch den Befürwortern des BGE beim Gespräch mit dem Bürger an den Informationsständen vor den Wahlen. Da heben wir uns nicht ab von den etablierten Parteien, dem Bürger vor der Wahl etwas zu versprechen, was wir, sollten wir in die Parlamente einziehen, nach der Wahl nicht halten können. Solche Punkte müssen vorher seriös durchgerechnet werden und dann kann man, falls das Ergebnis positiv ausfällt, über solche Programmpunkte abstimmen lassen. Mit den Denkanstössen für die, mit den dementsprechenden Mehrheiten ausgestatteten regierenden Parteien, werden sich einen Kehrricht scheren was wir fordern. Das wird dann sicherlich zum gegebenen Zeitpunkt ein jeder begreifen.